Buchrezension: Der Teufel trinkt Espresso – Liebe braucht kein Sahnehäubchen von Ann D. Stevens

Kindle Edition/KU, ca. 295 Seiten, Amazon*

Der Teufel trinkt Espresso: Liebe braucht kein Sahnehäubchen ist der gestern, am 06.11.2018, erschienene Liebesroman von der Autorin Ann D. Stevens, die Leseratten spätestens seit „Strange Love“ oder „Men on trees“ ein Begriff sein dürfte. Ja, ich habe alle Bücher von ihr gelesen und finde, mit dem Teufel hat sich die Autorin in puncto Humor, Sarkasmus und Ironie – vor allem aber beim Fesselungs-Faktor der Hintergrundgeschichte – selbst übertroffen. Wahnsinn, was sich Autoren so für Business-Geschichten ausdenken können! Die Reise zum Teufel und seiner Erin geht nämlich mitten ins Silicon Valley – und genau da war ich vorher noch nie 😉

Zur Geschichte

Die liebenswerte Erin arbeitet mit dem noch viel liebenswerteren Newt in der Marketingabteilung der Factory des Start-up Investors James Conlan. James, oder auch Teufel, Sklaventreiber, Penner, Arschloch pp. genannt, macht jedem einzelnen seiner Kosenamen alle Ehre, was das tyrannische Antreiben und zynische Demütigen seiner Mitarbeiter betrifft.  So richtig Paroli bietet ihm eigentlich nur Erin und es scheint, dass sie den Teufel damit sogar irgendwie beeindruckt. Und trotzdem kommt es dazu, dass Erin und Newt für die geschäftstüchtige Porno-Queen Bridget arbeiten sollen, obwohl sie beide mit Dildos, Vibro-Eiern & Co. eher wenig zu tun haben. Dank Bridgets offener und cooler Art werden die Drei jedoch ein eingeschworenes Team, und zwar ein verdammt gutes!  Und als es gerade richtig rund läuft, werden Erin, Newt und Bridget einfach vor die Tür gesetzt. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als Bridget ohne Rückendeckung der Factory weiter zu unterstützen und nebenbei ihr eigenes Gemeinschaftsprojekt voranzutreiben. Tja, bis James dann selbst aus seinem eigenen Unternehmen gefeuert wird und vor Erin steht, die sich zwischen Schadenfreude und Mitleid nicht so richtig entscheiden kann … . Kann sie ihm vertrauen und besteht die Möglichkeit, dass sich zwischen den beiden mehr als eine Hassliebe entwickelt?

Meine Meinung

Beeindruckend! Ann D. Stevens hat es auch in „Der Teufel trinkt Espresso: Liebe braucht kein Sahnehäubchen“ geschafft, sowohl die Protas als auch die Story leinwandmäßig zu präsentieren. Das war kein Buch; das war ein Film – und ich mittendrin! Die liebe und lustige Erin, der best buddy Newt, die mütterliche Bridget und der leider extrem anziehende James; jeder einzelne von ihnen hatte plötzlich ein Gesicht. Diese Geschichte ist es wert, aufmerksam gelesen zu werden, weil sich in ihr so viele extrem kluge und lustige Wortspiele verbergen. Wie sich Erin und James ständig gefetzt und gekabbelt haben; es war herrlich! Gut, dass Erin dem Teufel immer Kontra geboten hat:

„Erinnerst du dich daran, wie du Marla, die sehr stolz auf ihr neues Kostüm war, gesagt hast, dass sie in dem Aufzug besser in einer Fabrik für Gesundheitsschuhe anheuert? Daraufhin hat sie gesagt, dass es ihr so gefällt, dass sie dafür gespart hat. Woraufhin du geantwortet hast, dass in diesem Fall natürlich auch ein Job in einer Klinik für Augenkrebs-Patienten für sie in Frage kommt, weil sie sich dort gleich selber kostenlos auf etwaige Sehschäden behandeln lassen könne. Dann hast du sie nach Hause geschickt mit dem Hinweis, dass sie das Kostüm bei der Heilsarmee umtauschen solle gegen etwas, das selbst Motten nicht verschmähen. Mal ehrlich, wenn ich je so denke, lege ich mich freiwillig in eine Röhre und lasse meinen Kopf scannen. Also nein, wir ticken nicht gleich.“

(Der Teufel trinkt Espresso: Liebe braucht kein Sahnehäubchen, Ann D. Stevens)

Und ich empfand die beginnende Liebesgeschichte als nachvollziehbar. Hier wird nämlich der böse Badboy ausnahmsweise mal nicht über Nacht zum romantischen Softie, sondern muss mit sich kämpfen und hart an sich arbeiten.

Sehr interessant fand ich das Reinschnuppern in die harte Welt des Silicon Valley und wie dort gearbeitet wird. Es geht um Innovationen wie etwa aus der Automobilbranche, die Möglichkeit eines schnellen sozialen Absturzes auf allen Seiten und natürlich um viel Geld sowie um noch mehr Macht. Und da fand ich es umso schöner, dass Erin’s und Newt’s Freizeitprojekt sich direkt an die kleinen Leute richtete. Eine Geschichte von Herzensmenschen, echten Teufeln mit zerdepperten Göttin-Espressomaschinen und lustigen Porno-Queens – müsst ihr lesen!

Von mir gibt es *****, eine klare Leseempfehlung und an Ann D. Stevens den Wunsch, noch viel mehr Geschichten aus dem Silicon Valley lesen zu dürfen!

Bis bald,

eure Ines

 

 

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