Buchrezension: The number of breaths von Annie Stone

Kindle Edition/KU/Taschenbuch, ca. 330 Seiten, Amazon*

Bei „The number of breaths“ handelt es sich um einen älteren Roman von Annie Stone, der bereits im September 2014 veröffentlicht worden ist. Vielleicht sogar einer der ersten? Annie Stone hat selbst gesagt, dass sie Teile dieses Romans unter Tränen geschrieben hat und ich glaube ihr jedes Wort! Außerdem fand ich es unglaublich spannend, die Weiterentwicklung einer meiner Lieblingsschreiberlinge von damals bis heute besser nachvollziehen zu können, da ich ansonsten nur die neueren Romane von Annie kenne.

Zur Geschichte

Die 36 Jahre alte Charlie ist seit 20 Jahren in einer mehr als gefühlskalten Beziehung inklusive Ehe mit dem wohl verabscheuungswürdigsten Protagonisten dieses Planeten – kurz Lucas genannt – gefangen. Gott, was habe ich Lucas gehasst, verflucht und gedanklich mehrmals mit dem Auto überfahren … aber dazu später mehr! Als Charlie endlich begreift, dass ihre Ehe nicht mehr zu retten ist, flüchtet sie zu ihrer Tante Betty und ihrem viel jüngeren Lebensgefährten Nick. Erst jetzt fängt Charlie so richtig an zu leben, woran auch der smarte Adam und der verwegene Chris nicht ganz unschuldig sind. Wird Charlie es nach 20 Jahren purer Eiseskälte schaffen, sich auf etwas Neues einzulassen?

Meine Meinung

Es hat einen guten Grund, warum ich Annie Stone’s Bücher immer wieder gerne lese. Sie schafft es, dass Emotionen wie Hass, Liebe, Trauer, Zuneigung und Romantik so nachvollziehbar transportiert werden, dass der Leser schlicht zum „mitfühlen“ verdonnert wird. So auch im Roman „The number of breaths“, in dem die seit Ewigkeiten untergebutterte (und dennoch immernoch an das Gute glaubende) Charlie vor die Aufgabe gestellt wird, ihr Leben wieder zu genießen. Lucas, ihr *piepton* von Ehemann, hat jedoch dafür gesorgt, dass Charlie mit einem Haufen Ängsten und Selbstzweifeln zu kämpfen hat. Die Art, wie Annie Stone die Protagonisten zum Leben erweckt, hat mich fast verzweifeln lassen. Am Liebsten wäre ich in das Buch gekrabbelt, hätte Charlie an die Hand genommen und Lucas mindestens ein blaues Auge verpasst! Auch in das leicht hippiemäßige Familienleben mit dem coolen Tantchen Betty und ihrem Chris konnte ich mich sofort hineinversetzen. Und was da noch für Familiengeheimnisse dahinter stecken … ok … ich schweige 😉

Sehr kompliziert und emotional wird die beginnende Liebesgeschichte zwischen Charlie und dem sehr sympathisch darstellten Adam erzählt.

„Er ist die perfekte Mischung aus Gentleman und Bad Boy. Er behandelt mich wie das kostbarste Schmuckstück und gleichzeitig wie seinen besten Kumpel. Ich mag, dass er auf mich Rücksicht nimmt, aber mich gleichzeitig nicht wie ein überkanditeltes Zuchtpferd durch den Paddock führt.“ (The number of breaths, Annie Stone, S. 250)

Der arme Kerl hat nicht nur den zuckersüßen Sohn Max, sondern muss wirklich mit allen Mitteln um Charlie kämpfen. Grund hierfür ist u.a. Bad Boy Chris, aus dem niemand so richtig schlau wird.

Ganz ehrlich, ich habe „The number of breaths“ von Annie Stone so richtig genossen! Der Taschentuchfaktor ist hoch, die heißen Szenen detailliert, die Geschichte wühlt auf und der Schreibstil ist typisch flüssig-rasant. Natürlich könnte man der Story vorwerfen, dass sie thematisch etwas überspitzt und realitätsfremd daher kommt, aber … hey! … das wollen wir zwischendurch doch genau so, oder etwa nicht?

Und auch wenn ich denke, dass Annie Stone heute noch bessere (kann man das so sagen?) Bücher schreibt, verdient dieser Roman meines Erachtens ***** und eine volle Leseempfehlung!

Viele Grüße,

eure Ines

*Kennzeichnung von Namen, Titeln und Bezugsadressen als Werbung gem. § 2 Nr. 5 TMG

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